Tiergestützte Pädagogik - unser Schulhund "Shabba"

Vorstellung unseres Schulhundes "Shabba"

Liebe Eltern, Schüler und Lehrer
Darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Shabba. Ich bin ein redfox Labrador, geboren im April 2016, sehr gut erzogen und kinderlieb.

Meine Welpenzeit verbrachte ich mit Spielen, dem Toben mit Hundekumpels und in der Hundeschule. Anscheinend hab ich ein Talent, Übungen gut umzusetzen, deswegen habe ich im Oktober 2017 als jüngster Hund die Begleithundeprüfung absolviert. Seit dem Schuljahr 2017/ 2018 bin ich nun ein fester Teil des Kollegiums der Johann Rieder Realschule und begleite mein Frauchen StRin Stefanie Herrmannsdörfer in ausgewählte Stunden des Englischunterrichts.
Im Feburar 2018 absolvierte ich mit voller Punktzahl die Prüfung zum Schulhund. Wie gesagt, lernen macht mir einfach viel Spaß!
Mein Frauchen und ich gehen regelmäßig zu Fortbildungen, damit wir immer auf dem neusten Stand in der Schulhundeausbildung sind.

Die Schülerinnen und Schüler an der JRRS gehen sehr lieb mit mir um und nehmen immer Rücksicht auf mich, deswegen macht mich mein unbezahlter Job als Co-pädagoge sehr viel Freude.

SHABBA
 
„Wir sind so gern in der Natur, weil sie kein Urteil über uns hat.“
(Arthur Schopenhauer)

Hundgestützte Pädagogik bedeutet, den Lehrer in seiner Bildungs- und Erziehungsaufgabe zu unterstützen. Er soll eine Verbesserung der Lernatmosphäre, der individuellen Leistungsfähigkeit und der sozial- emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern herbeiführen. Der Hund unterstützt demnach den Pädagogen, wobei der Einsatz variieren kann- von der bloßen Anwesenheit bis hin zur aktiven Teilnahme des Tieres.
 
Begründung für den Einsatz des Hundes im Schulunterricht
Ein Schulhund ermöglicht eine besondere Form von sozialem Lernen. Hunde reagieren unmittelbar und ehrlich, d.h. werden sie grob behandelt, weichen sie zurück, werden ihre Bedürfnisse berücksichtigt, wenden sie sich dem Menschen zu. Das Verhalten der Schüler wird somit sofort widergespiegelt. So wird Verantwortung für das eigene Handeln und die Rücksichtnahme auf Bedürfnisse anderer vermittelt.
Ein Schulhund fördert das Selbstbewusstsein. Die Erfahrung, von einem Hund gebraucht und akzeptiert zu werden ohne jede Vorbehalte, stärkt das Selbstbewusstsein. Durch den Umgang mit dem Hund werden die Interaktion und das Wahrnehmen von Verhaltensweisen gefördert. Aufgrund der besonderen Beziehung Mensch – Hund kann dieses auf Menschen übertragen werden.
Ein Schulhund beeinflusst die Lernatmosphäre. Studien zeigen, dass nicht nur das Streicheln, sondern alleine die Anwesenheit eines Tieres stressreduzierend wirkt. Dies kann sich leistungssteigernd bemerkbar machen. Gleichzeitig werden Sorgfalt und Ordnung gefördert, da ein Hund an offene Brotdosen geht, was gefährlich für den Hund sein kann- ebenso wie Müll auf dem Boden.
Ein Schulhund kommuniziert. Gestik, Mimik, Haltung, Atmung und Blickkontakt, Nähe oder Distanz sind Möglichkeiten mit dem anderen zu kommunizieren. Schüler lernen den anderen wahrzunehmen und sein Verhalten, seine Stimmung zu erkennen.
 
Grundvoraussetzungen für den Einsatz
Durch den Einsatz des Hundes darf der Bildungsauftrag des Lehrers nicht beeinträchtigt werden. Der einzusetzende Hund muss eine Eignung aufweisen, die auf den Einsatz in der Schule abgestimmt ist. Vor dem Einsatz wurde der Hund bei Schulleitung und der Schulbehörde gemeldet, die betroffenen Eltern wurden informiert, das Kollegium und der Hausmeister benachrichtigt und Allergien und Phobien wurden abgefragt. Der Hund wurde in einen Hygieneplan aufgenommen und einer gesundheitlichen Überprüfung unterzogen; eine Haftpflichtversicherung für den Hund ist verpflichtend. Grundsätzlich sollte auch Folgendes beachtet werden: Der Hundeführer muss Grundlagen der Mensch- Tier- Beziehung kennen, sowie in der Theorie und Praxis der tiergestützten Pädagogik eingewiesen sein. Neben den theoretischen Inhalten zum Bereich Körpersprache, Lernverhalten, Gesundheit, Hygiene und pädagogischen Möglichkeiten, sollte der Hundeführer den Hund schrittweise an die Schule und ihre Umgebung sowie an schulbezogene Situationen gewöhnen. Er sollte die Belastungsgrenze seines Hundes kennen und darauf reagieren können. Dazu gehört auch, mit dem Hund außerhalb seines Einsatzes ausgleichend zu arbeiten.